Maier-Leibnitz-Laboratorium

Das Maier-Leibnitz-Laboratorium (MLL) ist eine gemeinsame Einrichtung der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) und Technischen Universität München (TUM). Es dient der Forschung und Lehre auf dem Gebiet der Kern-, Teilchen- und Beschleunigerphysik und deren methodischer Anwendung in der Naturwissenschaft, Technik und Medizin. Das MLL unterstützt die Forschungen in den Exzellenzclustern "The Munich Center for Advanced Photonics (MAP) und "Origin and Structure of the Universe". Zusätzlich trägt das MLL zu vielen Experimenten in auswärtigen Forschungseinrichtungen bei, wie z.B. am CERN in Genf, am Gran Sasso Untergrundlabor in Italien oder der GSI in Darmstadt.

Beschleunigerlabor

Das größte Forschungsinstrument des MLL in Garching ist ein Tandem-van-de-Graaff-Beschleuniger. Der elektrostatische Linearbeschleuniger ging 1970 in Betrieb und wurde seit dem ständig auf dem neuesten Stand der Technik gehalten. Geladene Atome (Ionen) werden hier mit bis zu 14 Millionen Volt Gleichspannung beschleunigt. Wasserstoffatome können auf diese Weise auf 25% und Goldatome auf 5% der Lichtgeschwindigkeit gebracht werden. Das Beschleunigerlabor beherbergt einzigartige Forschungsgeräte, die Experimente mit den beschleunigten Atomen ermöglichen. 
Im Mittelpunkt der wissenschaftlichen Aktivitäten des Beschleunigerlabors stehen neben der Kernphysik die interdisziplinäre Forschung auf den Gebieten der Materialanalyse, der ultraempfindlichen Spurenanalyse, der Medizin und des Strahlenschutzes. 

www.bl.physik.tu-muenchen.de